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Wie gesund ist unsere Jugend?

Übergewicht

18,1 Prozent der Jungen und 16,4 Prozent der Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren gelten als übergewichtig oder adipös.Nationale Verzehrsstudie II

Den höchsten Anteil an Übergewicht und Adipositas weisen mit 19,5 Prozent Kinder und Jugendliche mit beidseitigem Migrationshintergrund auf. Davon sind 8,8 Prozent adipös.
Mädchen und Jungen aus der Türkei sind am stärksten betroffen: Fast jedes vierte Kind dieser Migrantengruppe ist übergewichtig.KiGGS

Je nach Schulform liegt der Anteil an übergewichtigen Kindern und Jugendlichen bei 22,9 Prozent an Hauptschulen, 17,4 Prozent an Realschulen und 13,4 Prozent an Gymnasien. Davon weisen 11,4 Prozent der Mädchen und Jungen an Hauptschulen, 7,6 Prozent der Jugendlichen an Realschulen, aber nur 5,2 Prozent der Schülerinnen und Schüler an Gymnasien eine Adipositas auf.KiGGS

Ess- und Trinkverhalten

Ess- und Trinkverhalten Kinder und Jugendliche essen heute insgesamt weniger Brot und Getreideprodukte, Gemüse, Obst, Milchprodukte, Fisch und Beilagen (wie Kartoffeln, Nudeln, Reis) als empfohlen (z. B. vom Forschungsinstitut für Kinderernährung). Dagegen ist der Konsum von Süßigkeiten, fetten Snacks und Fastfood zu hoch.KiGGS

Die Mehrheit der 12- bis 17-Jährigen trinkt heute ausreichend. Jedoch ist der Anteil an zuckerhaltigen Softdrinks wie Cola, Limonade oder Eistee im Durchschnitt relativ hoch. Fast
jeder dritte Jugendliche trinkt heute täglich Softdrinks. Bei den 12- bis 17-jährigen Jungen entspricht der Softdrinkkonsum etwa einem Viertel ihrer Getränkemenge.KiGGS

Bewegung und Sport

Bewegung und Sport Die aktuelle Empfehlung für eine körperlich-sportliche Aktivität an den meisten Tagen in der Woche wird in der Altersgruppe der 11- bis 17-Jährigen nur von jedem vierten Jungen und jedem sechsten Mädchen erreicht.KiGGS

10,1 Prozent der Jungen und 21,5 Prozent der Mädchen in der Altersgruppe der 11- bis 17-Jährigen gelten als inaktiv, da sie sich weniger als einmal pro Woche körperlich-sportlich
betätigen. Am wenigsten sportlich aktiv sind Mädchen aus sozial schwachen Familien sowie Mädchen mit Migrationshintergrund.KiGGS

Im Durchschnitt sitzen die 11- bis 17-jährigen Jungen 3,8 Stunden und die gleichaltrigen Mädchen 2,7 Stunden am Tag vor Fernseher/Video, Computer/Internet und Spielkonsole. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass ein hoher Fernsehkonsum in Verbindung mit Übergewicht und schwachen motorischen Leistungen steht.KiGGS

86 Prozent der Kinder und Jugendlichen können nicht eine Minute auf einem Bein auf einer T-Schiene stehen. 35 Prozent können keine zwei Schritte rückwärts auf einem Balken gehen.KiGGS

Essstörungen

Insgesamt ein Fünftel (21,9 Prozent) der Kinder und Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren zeigen Anzeichen von Essstörungen. 28,9 Prozent der Mädchen und 15,2 Prozent der Jungen sind davon betroffen. Zwei Prozent der 11- bis 17-jährigen Mädchen und Jungen mit Essstörungen sind untergewichtig.KiGGS

Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien sind mit 27,6 Prozent fast doppelt so häufig von einer Essstörung betroffen wie Gleichaltrige mit einem hohen Sozialstatus (15,6 Prozent).KiGGS

Übergewicht tritt verstärkt bei Kindern und Jugendlichen aus Familien mit niedrigem Sozialstatus auf, während Mager- und Ess-Brech-Sucht tendenziell häufiger bei Erkrankten
mit höherem Sozialstatus auftreten.KiGGS

Kinder und Jugendliche mit Anzeichen von Essstörungen haben im Vergleich zu Nichtbetroffenen deutlich häufiger seelische Probleme, wie zum Beispiel die Neigung zu Ängsten und depressiven Verstimmungen.KiGGS

Eltern

Eltern von 11- bis 17-Jährigen bewerten den allgemeinen Gesundheitszustand ihrer Kinder häufiger mit „sehr gut" als die Kinder und Jugendlichen selbst.KiGGS

Elterliches Übergewicht zählt zu den Risikofaktoren für Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Dies trifft bei Familien mit Migrationshintergrund und sozialer
Benachteiligung überproportional häufig zu.KiGGS

Lediglich ein Drittel der Menschen in Deutschland kennt die richtige Bedeutung von „5 am Tag". Nur 7,7 Prozent der Erwachsenen können den persönlichen Energiebedarf
richtig einschätzen.Nationale Verzehrsstudie II

Quellen
• KiGGS: Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (www.KiGGS.de)
• Nationale Verzehrsstudie II www.was-esse-ich.de

 
 
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